Johannes Brahms (1833-1897)
Ein deutsches Requiem
Bereits mit 23 Jahren (1856) befasst sich der zur Einsamkeit neigende, scheue junge Komponist mit ersten Gedanken an ein Requiem. Spätere schmerzvolle Ereignisse wie der Tod seines Freundes Robert Schumann, der Verzicht auf die Verbindung mit seiner grossen Liebe Clara Schumann und der Tod seiner Mutter beeinflussen sein Schaffen an dieser Komposition. Erstaunlicherweise entsteht trotz allem erfahrenen Leid ein Werk des Trostes und der Versöhnung. Die ersten drei Sätze («Selig sind, die da Leid tragen», «Denn alles Fleisch, es ist wie Gras», «Herr, lehre mich doch») werden 1866 in Wien uraufgeführt, vom Publikum aber nicht honoriert. Trotzdem arbeitet Brahms an der Komposition weiter. Drei weitere Sätze entstehen («Wie lieblich sind deine Wohnungen», «Denn wir haben hier keine bleibende Statt», «Selig sind die Toten»). Die zweite Uraufführung 1868 im Dom zu Bremen wird, von Johannes Brahms selbst dirigiert, zum überwältigenden Ereignis. Am darauffolgenden Tag besucht der Komponist das Grab seiner Mutter, was ihn vermutlich zu einem siebten Satz inspiriert, dem Sopran-Solo «Ihr habt nun Traurigkeit». Dieser letzte Satz wird im Gesamtwerk an fünfter Stelle eingeschoben. Am 18. Februar 1869 schliesslich wird das vollendete Werk unter der Leitung von Karl Reinecke im Leipziger Gewandhaus mit Erfolg gespielt. Unmittelbar danach folgen zahlreiche Aufführungen in Deutschland und in der Schweiz. Heute zählt Ein deutsches Requiem zu den beliebtesten Chorwerken überhaupt.
Tickets:
Kategorie A - CHF 65.-
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Kategorie D - CHF 40.-
Kategorie E - CHF 20.-